Konvent Evangelischer Gemeinden aus Pommern
- Hilfskommitee e.V -

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Stettin:

Nach dem Kriege gab es zunächst zwei deutsche Gemeinden, eine in Bethanien, die andere in der Gertrudskirche auf der Lastadie. Als die Kirche der polnischen Ev. Gemeinde Augsburgischen Bekenntnisses zugesprochen wurde, änderte sie den Kirchen-Namen in „Trinitatiskirche“, weil eine lutherische Kirche keinen katholischen Heiligenamen tragen sollte. Es ist eine neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhhundert auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Kirche. Dazu gehört ein Pfarrhaus aus dem 19. Jahrhundert und ein nach der Wende erbautes Gemeindezentrum, das „Bonhoeffer-Haus“ eingedenk der Tatsache, dass Bonhoeffer von 1935-37 in Stettin-Finkenwalde Leiter des Predigerseminars der Bekennenden Kirche gewesen war. Die Gemeinde hat inzwischen das Grundstück in Finkenwalde erhalten und dort ein Kreuz errichtet. Sie hofft dort bis 2006 – dem 100. Geburtstag von Pastor Bonhoeffer – eine ev. Akademie erbauen zu können. Zum Bonhoeffer-Haus gehören Gemeinderäume, Gastzimmer und Räumlichkeiten für eine Diakoniestation.

Die deutschsprachige Gemeinde feiert am 1. und 3. Sonntag jedes Monats ihren Gottesdienst. Sie ist inzwischen recht klein geworden. Die wenigsten Gemeindeglieder stammen aus Stettin, die meisten sind nach dem Kriege zugewandert. Viele Gemeindeglieder sind gleichzeitig in der Singegruppe von Brigitte Kipper der deutschen Minderheit, zu der auch Katholiken gehören. Deswegen wird der Gesang der Gemeinde häufig von der Singegruppe unterstützt, während die Evangelischen zur katholischen Messe in deutscher Sprache gehen, um dort mit zu singen. Die Gruppe singt jedes Jahr beim evangelischen Sommerfest in Zitzmin, 22 Kilometer östlich von Köslin.

Von dem Kooperationsvertrag der Pommerschen Evangelischen Kirche mit Sitz in Greifswald profitiert die Stettiner Gemeinde am meisten, weil es bis dahin nur ein Katzensprung ist. Deswegen gibt es häufiger Besuch von Geistlichen und Laien. Die Gemeindeälteste Edith Tobianska stammt aus Lodz.


Treptow/Kr. Greifenberg:

In Treptow wird der Gottesdienst, der immer in polnischer Sprache stattfindet, in der ehemaligen Kirche der Altlutheraner gefeiert, die am Rande der Innenstadt liegt. Darum gibt es auch Beziehungen zur SELK, in der die Altlutheraner aufgegangen sind. Vor einigen Jahren konnte ein Raum des angrenzenden ehemaligen Pfarrhauses dazu erworben werden, der als Winterkirche und Raum für Versammlungen genutzt wird. Einige Mitglieder der Gemeinde stammen aus Pommern und Ostpreußen, auch die Gemeindeälteste Edeltraud Niewiadomska ist Ostpreußin.


Kloxin/Kr. Pyritz:

Die Gemeinde trifft sich in einem kleinen Gebäude auf dem Friedhof. Der Gottesdienst findet auf Polnisch statt, nur die älteste Generation versteht noch besser Deutsch als Polnisch. Erfreulicherweise gehören auch einige Kinder und Enkel zu dieser Gemeinde.


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