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Jahrestagung des Konvents vom 26.- 29. Oktober 2007 in Travemünde
Weil die Neuwahlen stets in Deutschland stattfinden sollen, finden die Seminare in den ungeraden Jahren in Travemünde statt, doch in den geraden Jahren in Köslin. Unter dem Thema: „Und immer hat Gott uns weitergeholfen: Vertreibung – Diaspora – neue Wege in Vor- und Hinterpommern“ versammelten sich an die 50 Tagungsteilnehmer vom 26.-28.Oktober 2007 im Pommernzentrum in Travemünde. Schön war, daß Schwester Iza aus Köslin sieben Gemeindeglieder mit dem Kleinbus der Diakoniestation nach Travemünde bringen konnte, desgleichen Pastor Froehlich aus Stolp mit dem erst kürzlich erworbenen Kleinbus seiner Gemeinde.

Teilnehmer am Seminar in Travemünde genießen die letzten Sonnenstrahlen
Zu Beginn der Tagung führte Sibylle Dreher vom Vorstand des Bundes der Vertriebenen in das Thema „Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ ein. Auch die Probleme um die Errichtung des Zentrums gegen Vertreibungen kamen dabei zur Sprache.
Der zweite Tag begann mit einem sehr aktuellen Thema, nämlich um den „künftigen Weg der Pommerschen Kirche“. Pastor Bernhard Riedel, Penkun, berichtetete über den Stand der Fusionsverhandlungen mit der Nordelbischen Kirche. Pastor Johannes Haerter, Zinnowitz, informierte über die Argumente der Befürworter eines Anschlusses an die Kirche von Berlin-Brandenburg. Nach den Berichten kam es zu einer sehr lebhaften und emotionalen Diskussion, wobei die Befürworter eines Zusammengehens mit der Kirche Berlin-Brandenburg in der Mehrheit zu sein schienen. Pastor Wojciech Froehlich sprach über die Zukunft der evangelischen Kirche in Polen, insbesondere in Hinterpommern, herunterzuladen im Internet unter www.slupsk.luteranie.pl, bald auch in deutscher Sprache.

Die Äpfel sind ein Dankeschön der Kösliner Diakoniestation für die Unterstüzung durch den Pommernkonvent.
Mit großem Interesse verfolgten die Tagungsteilnehmer den Vortrag von Luise Wolfram, Hannover, über „175 Jahre Gustav-Adolf-Werk“. Aus eigenem Erleben berichtete sie dabei über die schwierige aber segensreiche Arbeit zusammen mit ihrem Mann im nördlichen Ostpreußen. Er war dort einige als Propst in den dortigen evangelischen Gemeinden gewesen, die vor allem aus Rußlanddeutschen bestehen.
Abwechslung brachte ein Vortrag von Dr. Rita Scheller über Paul Gerhardt, denn es wurden dabei viele seiner Lieder gesungen. -- Am Abend zeigte ein Video-Film, wie sich Schüler für das Schicksal der aus Ostpreußen stammenden Diakonissen interessieren.

Die Jubileumskonfirmanden versammeln sich nach dem Gottesdienst
Höhepunkt der Tagung war der Festgottesdienst am Sonntag, bei dem die Pastoren Froehlich aus Polen sowie Riedel und Haerter aus Deutschland zusammenwirkten. Während des Gottesdienstes wurde eine Jubliäumskonfirmation mit Teilnehmern aus Deutschland und Polen gefeiert: Rose Maria von Randow und Erika Laabs waren vor 70 Jahren eingesegnet worden, die anderen drei in den fünfziger Jahren durch deutsche Laienlektoren in Treptow und Stettin. -- Nach dem Gottesdienst Gottesdienst zeigten Altoberin Magdalena Gensch und ihr Bruder Pastor Christian Gensch, welche Hilfe Luthers Katechismus im heutigen Alltag sein kann. Diejenigen Teilnehmer, die noch bleiben konnten, besichtigten am Sonntag Nachmittag die Lübecker Kirchen.